Schlenkerla Hansla alkoholarm

Historischer Hintergrund:
In der entwickelten Welt haben wir uns heute daran gewöhnt, immer und überall Wasser in Trinkqualität verfügbar zu haben. Garant hierfür sind ein effizientes Abwassersystem nebst Reinigungsanlagen sowie ein hygienisches Wassernetzwerk. Während es im Rom der Antike mit den Aquädukten und Kloaken bereits ähnlich gut funktionierende Vorläufer der heutigen Technik gab, war das mittelalterliche Europa nicht so fortschrittlich. Abwässer wurden ungereinigt  entsorgt, meist sogar einfach auf die Straße gekippt oder direkt in Flüsse eingeleitet. Gerbereien,  in denen besonders viel und stark verschmutztes Wasser anfiel, durften daher z.B. immer nur flussabwärts innerhalb der Stadt angesiedelt sein. Die Menschen schöpften ihr Wasser aus örtlichen Brunnen oder aus Oberflächengewässern. Das so gewonnene Wasser war fast immer keimbelastet und konnte beim direkten Verzehr Krankheiten verursachen. Wer es sich leisten konnte, trank daher kein pures Wasser, sondern verwendete dies nur zum Kochen.

Das Getränk der Wahl war dagegen Bier: Da es im Brauprozess gekocht wird, werden im Brauwasser eventuell vorhandene Keime abgetötet. Zudem hat der Hopfen von Natur aus eine keimhemmende Wirkung. Und vor allem sorgt die Gärung für konservierenden Alkohol sowie einen niedrigen pH-Wert, bei dem pathogene (d.h. krank machende) Keime nicht überleben können. Natürlich waren den Menschen im Mittelalter diese wissenschaftlichen Hintergründe nicht bekannt, aber aus Erfahrung wußten sie sehr wohl, daß man von Wasser krank werden konnte, von Bier dagegen nicht.

Die fürs Durststillen damals gebrauten Biere hatten weniger Alkohol als Normalbiere der Gegenwart,  sondern waren eher mit heutigem Schankbier vergleichbar (2,5-4,5% Alkohol). Bei körperlich schweren Arbeiten mit hohem Trinkbedarf und für Kinder ging man sogar noch einen Schritt weiter: Man braute Leichtbiere mit sehr geringem Alkoholgehalt aus Nachgüssen beim Läutern. Im Grundriss des Klosters St. Gallen von ca. 830 n.Chr. findet sich für Leichtbier sogar ein eigene Brauerei (neben zwei weiteren für stärkere Biere). Damit das Getränk trotz des geringen Alkoholgehaltes lange genug haltbar blieb, gab man besonders viel Hopfen. In den Klöstern wurden solche Niedrig-Alkohol-Biere als "Kofent" bzw. "Kovent" bezeichnet. In Bamberg dagegen wurde der Begriff "Hansla" verwendet  (mit langem ersten "a", das ist die fränkische Aussprache von "Heinzlein, für kleiner Heinz, weil eben auch Kinder es tranken); andernorts finden sich ähnliche Bezeichnungen wie z.B. "Haynzlein".

Shop HanslaMit dem Schlenkerla Hansla wird diese alte Tradition heute fortgesetzt und so entsteht ein alkoholarmes (1,2% Alk./Vol.), sehr hopfiges und unfiltriertes Schlenkerla Rauchbier. Gleichzeitig hat das Hansla nur knapp 12 Kalorien je 100ml, also knapp 60 Kalorien je Seidla.

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